Craniosacrale Therapie + SomatoEmotionaleEntspannung

Dekor-Graphik Therapiepraxis Queiku-Wehrheim

Die Craniosacrale Therapie kann bei oberflächlicher Betrachtung leicht als esoterische Geheim-Disziplin mißverstanden werden. Tatsächlich liefert sie wertvolle Informationen über die Befindlichkeit des Patienten. Der Therapeut erhält wichtige Hinweise zum Lösen von Beschwerden. Wie das geht, was dahinter steckt und wie ich diese  Methode in meiner Praxis einsetze, möchte ich kurz erläutern.

Wer eine Ausbildung in Craniosacraler Therapie macht, bildet seine Fähigkeiten aus, die Rhythmen und Bewegungen, die in unserem Körper in Ruhe stattfinden, wahrzunehmen. Ja, es finden auch in Ruhe Bewegungen und Rhythmen statt. Außer dem Puls und der Atmung ist dies auch der Craniosacrale Rhythmus. Abseits davon gibt es ein ständiges Bestreben des Gewebes, vorhandene Spannungen auszugleichen. Spannungen verdichten sich dort, wo Schutz gebraucht wird. Bei einer über längere Zeit bestehenden Schutzbedürftigkeit, werden morphologische Veränderungen stattfinden. Durch Übung lernt der Therapeut diese „Restriktionen“ zu lokalisieren. Über entsprechende Techniken lernt er zudem, diese Probleme aufzulösen. Unter Restriktionen versteht der Therapeut Orte mit weniger „Durchgängigkeit“ oder andersherum gesagt, Orte mit erhöhter Festigkeit.

Ursache und Kompensation

Meine Herangehensweise beim Praktizieren der Craniosacralen Therapie ist dabei wie folgt: ich habe ein Bild davon, wie die ungestörte Bewegung aussieht. Dieses Bild strebe ich ausschließlich in Kooperation mit dem Patienten an. Mit Kooperation ist gemeint, dass ich nicht gegen vorhandene Spannungen arbeite. Unsere Faszien sorgen dafür, dass jede Stelle unseres Körpers mit jeder anderen beliebigen Stelle in Verbindung steht. Einfach ausgedrückt, sind unsere Faszien ein alles umhüllendes und verbindendes Netzwerk aus Bindegewebe.

An dieser Stelle kommt jetzt unser Nervensystem ins Spiel. Es bezieht den gesamten Körper bei Beschwerden ein, um diese problematischen Stellen zu schützen. Die Faszien fungieren hierbei als Vermittler zwischen Nervensystem, Muskeln und Organen. Das bedeutet, dass man sich von jeder beliebigen Stelle des Körpers in dieses Gefüge einloggen kann. Das ist toll. Ich kann mich einklinken, wo ich will. Es ist also nicht von entscheidender Bedeutung, wo meine Hände liegen. Als Therapeutin muss ich mir nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, ob der von mir oder dem Patienten ins Auge gefasste Bereich ein für das Beschwerdebild ursprünglicher Bereich ist oder ob es ein in der Hauptsache kompensatorisch aktiver Ort ist.

Craniosacrale Therapie - SomatoEmotionale
Entspannung

Die Craniosacrale Therapie arbeitet unter anderem auch mit vorgegebenen Schemata. Je nach Erfahrung und Fokus des Therapeuten wird seine Herangehensweise immer freier. Je nach seiner Intention und Persönlichkeit werden beim Lösen von Spannungen auch emotionale Ebenen erreicht. Damit kommen wir in einen Bereich, der sich "SomatoEmotionaleEntspannung nennt". Die Übergänge der verschiedenen Ebenen (physisch und/oder psychisch) sind fließend. In Konsequenz geht die Craniosacrale Therapie nahtlos in die SomatoEmotionaleEntspannung über.

Einklinken an jeder Stelle des Körpers

Vorteil: Je länger man mit dieser Methode arbeitet, desto weniger bedarf es einer Systematik. Bei mir ist irgendwann die Klarheit entstanden, kein anderesZiel anstreben zu wollen, als die Begleitung des Körpergewebes des Klienten. Ich möchte mir kein Bild davon machen, was richtig ist oder auch nicht.

Niemand hat mehr Informationen über einen Menschen als genau dieser Mensch selbst.

Die „Schiefheiten“, die jeder von uns hat, sind nicht grundlos entstanden. Sie machen uns einzigartig und können besonders liebenswert sein. Und sie bringen ganz individuelle Lösungen mit sich und individuelles Wachstum. Wohin der Weg geht, möchte ich nicht lenken – auch nicht durch eine Vorstellung, wie es sein soll oder wie schnell es dorthin geht. Begleitung und die Bestätigung, die eine Begleitung mit sich bringt, ist meines Erachtens das Beste, was ich beitragen kann.

Der Patient gibt das Ziel vor. Meine Aufgabe dabei ist, ihn auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

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